Ich fühle mich so wohl, dass ich bleibe

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Auch wenn man ihr es nicht ansieht: Kerstin Wolf könnte nach 45 Jahren im Beruf heute schon im Ruhestand sein. Doch sie macht lieber weiter. Ihr Arbeitsplatz ist unser eigenes Berliner Büro in Charlottenburg. Mit Niederlassungsleiterin Heike Weber sprach sie über ihre berufliche Laufbahn, ihren Weg in unser Team und darüber, was sie weiter antreibt.

Heike Weber: Sie haben rund 20 Jahre in der ehemaligen DDR gearbeitet, die Wende miterlebt und sich immer wieder neu orientieren müssen. War der Systemwechsel durch die Wiedervereinigung Deutschlands für Sie eine große Umstellung?

Kerstin Wolf: Ich habe sowohl im Osten als auch im Westen gute berufliche Erfahrungen gemacht. Gerade nach der Wende war es für Viele zwar etwas schwierig, beruflich wieder Fuß zu fassen, doch ich selbst habe es als gute Entwicklung empfunden.

Sie haben ja ursprünglich Handelskauffrau gelernt. Was waren damals, in den 70er Jahren, ihre ersten beruflichen Stationen?

Angefangen habe ich mal in einer Molkerei und war danach im Großhandel für Ost und Gemüse tätig. Schließlich gelang mir ein Wechsel zu Planeta, dem DDR-Druckmaschinenhersteller in Radebeul. Durch einen privaten Umzug nach Berlin kam dann der Wechsel in den Außenhandel. Dabei ging es hauptsächlich um den Export von Druckmaschinen. So konnte ich meine Erfahrung aus der Zeit bei Planeta gut nutzen.

Der Druckbranche sind Sie eigentlich lange treu geblieben?

Im weiteren Sinne kann man das sagen. Allerdings wurde mit der Wende der DDR-Außenhandel zunächst einmal abgewickelt und ich musste zusehen, wie und wo ich meine Erfahrung gut einbringen konnte. Ich bin daher zunächst in eine Druckerei gewechselt, arbeitete aber auch in einem Verlag, im Vertrieb von Kopiermaschinen und schließlich wieder in einer Berliner Druckerei als Vertriebsassistentin. Für die Kundenbetreuung und die Auftragsannahme musste man da technisch schon ganz gut drauf sein. Leider wurde mein letzter Betrieb wegen eines Standortwechsels des Unternehmens in Berlin im Jahr 2013 geschlossen.

Das muss der Zeitpunkt gewesen sein, als wir uns kennenlernten.

Ja genau. Ich bin damals auf eine Ausschreibung von Extra in einer Internetplattform gestoßen. Gesucht wurde eine kaufmännische Angestellte für einen Kita-Träger. Das klang für mich erfrischend anders und reizvoll.

Unser Kunde war damals eine sehr große Einrichtung, die dringend administrative Unterstützung brauchte. Die Leiterin sehnte sich danach, sich wieder auf ihre pädagogische Arbeit konzentrieren zu können.

Das konnte sie dann ja auch bald. Schon in unserem ersten Gespräch funkte es bei uns. Uns beiden, der Kita-Leiterin und mir, war sofort klar, dass wir gerne zusammenarbeiten würden. Man hat mir dann gleich ein eigenes Büro zur Verfügung gestellt und ich entwickelte mich rasch zu einer festen Anlaufstelle für Eltern und Beschäftigte. Das war eine sehr vielfältige Aufgabe bis hin zur Organisation von Feierlichkeiten wie Sommerfesten und vielem mehr.

Nach zwei Jahren erfolgreicher Arbeit fiel ihre Stelle dort einer Umstrukturierung zum Opfer. Wir dagegen waren gerade dabei, unser Team auszubauen. Da kam uns eine Idee…

Ihr Angebot, aus meiner Rolle im Kundeneinsatz nun in die interne Organisation von Extra zu wechseln, war natürlich ein guter Weg. Die Chemie stimmte zwischen uns, schließlich kannten wir uns ja schon zwei Jahre lang. Und auch die Aufgaben im Berliner Extra Team unterscheiden sich gar nicht so sehr von denen in meiner früheren Kundeneinrichtung. Von der Datenpflege über die Verwaltung von Warenbeständen bis zur Betreuung von Bewerbern, Beschäftigten und Kunden ähneln sich die Tätigkeiten. Das Entscheidende ist für mich aber, dass ich mich in meinem Arbeitsumfeld wohl fühle.

Nun, eigentlich könnten Sie seit Ende letzten Jahres ja auch schon im Ruhestand sein…

An die Rente zu denken widerstrebt mir. Das kommt mir noch viel zu früh vor. Meine Arbeit hält mich fit, das genieße ich sehr. Ein paar Jahre mache ich sicherlich noch weiter.

Na dann: Auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit!

Bild: Kerstin Wolf im Gespräch mit Heike Weber

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Ich fühle mich so wohl, dass ich bleibe

Das war das beste, was mir passieren konnte

Extra Team Office Artikel https://extrateamoffice.files.wordpress.com/2016/10/das-war-das-beste-was-mir-passieren-konnte

Wie findet man den Job, der wirklich zu den eigenen Wünschen passt? Martina Weiner hat es mit „temp-to-perm“ beim Extra Team Office versucht. Und das, obwohl ihre Anforderungen nicht ganz einfach waren. In Berlin sprach Martina Weiner mit Extra-Niederlassungsleiterin Heike Weber.
Heike Weber: Als wir uns kennenlernten erzählten Sie mir, dass sie sich überlegt hatten, überhaupt auf meine Nachricht zu antworten. Was ging in Ihnen vor?

Martina Weiner: Das stimmt. Ich hatte schon Vorurteile gegenüber Personaldienstleistern. Beim Stichwort „Zeitarbeit“ denken ja Viele an angeblich schlechtere Arbeitsbedingungen. Aber der erste Kontakt zwischen uns war so sympathisch, dass ich mich doch entschloss, den vorgeschlagenen Termin mit Ihnen anzunehmen. Eine gute Entscheidung. Denn wir hatten ja ein sehr angenehmes Gespräch und vereinbarten auch gleich, einen Kundenbetrieb gemeinsam kennenzulernen. Meine Vorurteile konnte ich ganz schnell vergessen.

Wir haben bei Ihnen ja gleich an den Weg der Personalvermittlung gedacht und überlegten, einen Einsatz in der Zeitarbeit vorzuschalten, damit sich beide Seiten erst einmal kennenlernen können. Wir nennen so etwas „temp-to-perm“. Welche Anforderungen hatten Sie an Ihren Wunscharbeitgeber?

Eigentlich bin ich ja ausgebildete Rechtsanwaltsfachangestellte. Aber schon 1988 wechselte ich ins Handwerk. Das war in einem Betrieb für Sanitär und Heizungsbau. Ich war für das Sekretariat zuständig, kümmerte mich um Angebote, koordinierte Monteure. Die ganze Einsatzplanung gehörte dazu. Das machte mir viel Spass, aber ich wechselte nach einigen Jahren dann doch noch einmal in einen kleineren Handwerksbetrieb. Auch dort fühlte ich mich sehr wohl, schließlich blieb ich auch 15 Jahre dort. Aber leider hatte die Firma nicht mehr genug zu tun und deshalb sah ich mich letztes Jahr nach etwas Neuem um. Vor allem war mich wichtig, im Handwerk zu bleiben, in Teilzeit arbeiten zu können und es nicht so weit zur Arbeit zu haben. Mit diesen Vorstellungen im Gepäck ist dann der Kontakt zu Ihnen entstanden.

Manchmal schauen wir uns mit Bewerbern ja mehrere Kundenbetriebe an, bei Ihnen machte es aber schon im ersten Versuch „klick“…

Ja, das war toll. Die Chemie stimmte sofort. Wir haben alle signalisiert, dass wir es gemeinsam probieren möchten. Da hat einfach alles gepasst. Der Betrieb, für den dann auch ganz schnell tätig wurde, ist wieder deutlich größer als bei meinem letzten Job, wir beschäftigen allein über 20 Gesellen. Wie ich mir das gewünscht hatte, ist es wieder ein Handwerksbetrieb.

Auch unserem Kunden war damals wichtig, eine Persönlichkeit zu finden, die die Strukturen eines Handwerksbetriebs kennt.

Das passte alles sehr gut. Nur beim Fachgebiet musste ich mich umorientierten. Schließlich ging es nun um einen Betrieb im Bereich der Elektrotechnik. Das war für mich neu, da musste ich mich bei den Fachbegriffen schon etwas umgewöhnen. Lange hat das aber nicht gedauert.

Sie hatten von Anfang an auch Wert auf ein gutes Klima und einen kollegialen Umgang gelegt. Sie haben unseren Kunden inzwischen zunächst als Zeitarbeitnehmerin kennengelernt und sind dann in direktes Arbeitsverhältnis mit ihm gewechselt. Es scheint Ihnen also zu gefallen?

Das ist ein sehr nettes Team. Sowohl mit den Kollegen als auch mit den Chefs verstehe ich mich gut. Ausserdem brauche ich heute nur noch 15 Minuten bis zu meinem Arbeitsplatz und konnte meinen Teilzeitwunsch umsetzen. Nicht nur, was die Stundenzahl betrifft, sondern auch die Verteilung. Ich arbeite jetzt 20 Stunden pro Woche, die auf vier Tage verteilt sind. Das ist genau das, was ich wollte. Dass Sie damals so ein gutes Händchen hatten und so schnell den richtigen Job für mich parat hatten, begeistert mich immer noch. Das war wirklich das beste, was mir passieren konnte. Besser, als ich es mir gewünscht hätte.

Das freut uns! Auch von unserem Kunden haben wir gutes Feedback erhalten. Ihnen alles Gute für die weitere Zukunft!

Bild: Martina Weiner (l.) mit Extra-Niederlassungsleiterin Heike Weber und Extra-Geschäftsführer Sebastian Lazay

Das war das beste, was mir passieren konnte