Hier habe ich den Spielraum, um meinen Traum zu leben

extra team kita blogartikel https://extrateamoffice.files.wordpress.com/2016/10/hier-habe-ich-den-spielraum-um-meinen-traum-zu-leben.jpg?w=660

Können Sie sich den Schlagzeuger einer Rockband an einem Computerarbeitsplatz im Büro vorstellen? Wir können das und Stefan Hiti kann es auch. Dem Diplom-Musiker ist es im Berliner Extra Team Office gelungen, seine Leidenschaft für die Musik in seinen Job einzubringen. Mit Extra-Niederlassungsleiterin Heike Weber und Geschäftsführer Sebastian Lazay sprach er über seinen Weg von Österreich über die USA bis nach Berlin und darüber, was ihn mit The Bosshoss verbindet.
Sebastian Lazay: Gewöhnlich ist woanders. In unseren Teams arbeiten sehr verschiedene Persönlichkeiten. Individuen, mit interessanten Qualifikationen, Lebensläufen, Hobbys. Seit wir uns vor einigen Wochen persönlich kennengelernt haben sind Sie ein schillerndes Beispiel für mich. Schön, dass wir die Zeit finden, heute einmal länger zu sprechen. Wie haben wir es eigentlich geschafft, den Schlagzeuger der Rockband Viper Sniper für unser Office-Team zu gewinnen?

Stefan Hiti: Nicht viele Musiker können von ihrer Leidenschaft auch leben. Ich habe versucht, einen Job zu finden, der zu meiner Person und meiner Leidenschaft, der Musik, passt. Heute bin in meinem Job so flexibel, dass ich auch mal unter der Woche ein Konzert geben kann und verfüge über ein geregeltes Einkommen. Das passt wunderbar.

Heike Weber: Sie lebten früher in Österreich. Was hat Sie nach Berlin geführt?

Stefan Hiti: Ich bin im Oktober 2014 nach Berlin gezogen. Davor hatte ich in Österreich lange als Musiker genug verdient, um den Wechsel zu finanzieren. Mich hat Berlin immer gereizt. Dazu kam, dass meine Freundin noch in Florida wohnte und ebenfalls nach Deutschland ziehen wollte. Berlin kam auch für sie in Frage. Nach einem Jahr Fernbeziehung haben wir uns dann entschlossen, gemeinsam nach Berlin zu gehen und uns beruflich neu zu orientieren.

Sebastian Lazay: Wie sind Sie dann auf das Extra Team Office gestoßen?

Stefan Hiti: Mir war eine Ausschreibung für einen Job als „musikaffiner Datenbankmanager“ aufgefallen. Das klang ungewöhnlich und reizte mich. Schnell stellte sich heraus, dass ich in der Position meine Erfahrung aus Österreich mit dem Thema Musikrechte hier perfekt einbringen konnte. Die Position versprach, meine Kenntnisse mit klassischer Musik, Jazz und Popularmusik ebenso nutzen zu können, wie meine kaufmännischen Kenntnisse.

Sebastian Lazay: Das war wirklich ein ungewöhnlicher ‚perfect match‘! Können Sie uns etwas über ihren Werdegang erzählen? Sie haben mich neugierig auf mehr gemacht.

Stefan Hiti: Nach der Matura (Anm. der Redaktion: österreichisches Abitur) habe ich am Vienna Music Institute vier Jahre studiert. Mein Schlagzeuglehrer hat mich dazu motiviert. Das war damals alles noch klassischer. Aber ich habe dann immer mehr von Iron Maiden und Metallica gehört. Mich zog es musikalisch einfach in diese Richtung. Ein Traum von mir war ein Studium am Berklee College of Music in den USA und ich dachte mir, auch wenn es schier unmöglich schien, dorthin zu kommen, ich müsse es dennoch einfach einmal versuchen. Tatsächlich erhielt ich auf eine spontane Bewerbung die Gelegenheit zu einem Vorspielen in Stockholm und dann kam der Hammer. Wenige Wochen später fand ich einen dicken Fed Ex-Umschlag mit der Zusage für ein Stipendium im Briefkasten. Ich erinnere mich noch, wie ich ausrief: „Mama, ich bin in Berklee!“. Wir waren alle überglücklich. Das eine Jahr Studium dort war dann schließlich wirklich eine prägende Zeit für mich. Sie müssen wissen, diese Hochschule hat ein irres Level. Sie bringt regelmäßig Grammy-Gewinner hervor. Da haben Leute wie Diana Krall, Charlie Puth oder der Herr der Ringe-Komponist Howard Shore studiert.

Heike Weber: Heute sind Sie Schlagzeuger von Viper Sniper, einer Rockband mit guten Kontakten zu The Bosshoss. Was ist das für eine Verbindung?

Stefan Hiti: Bei Viper Sniper spielen wir Rockmusik. 2015 hatte die Band einen Song draußen für Germanys Next Top Modell. Das fand ich spannend. Unsere Proben finden am gleichen Ort wie die von The Bosshoss statt und wir haben auch private Kontakte. So kam schließlich eins zum anderen. The Bosshoss war bereit, uns als Vorgruppe auf Tour mitzunehmen. Eigentlich war nur zunächst nur ein Charity-Konzert bei einem Harley-Davidson-Händler geplant, aber daraus ist mehr geworden, weil Sascha Vollmer, Sänger und Komponist von The Bosshoss, unsere Musik gut gefiel. Dann ging alles ganz schnell und wir waren in Nürnberg, München, Stuttgart, Hamburg, Winterthur und Wien mit dabei. Natürlich hoffen wir, dass uns diese Auftritte auch bei der Vermarktung unseres ersten Viper Sniper-Albums helfen werden, das wir gerade planen. Außerdem unterstützt uns The Bosshoss mit der Möglichkeit, ihre Tontechnik-Infrastruktur zu nutzen. Inzwischen ist aus der Kooperation mehr eine Freundschaft geworden.

Sebastian Lazay: Ihre Tour als Vorgruppe von The Bosshoss fand zu einer Zeit statt, in der Sie schon bei uns tätig waren. Der Kunde brauchte sie. Wie ließ sich das beides unter einen Hut bringen?

Stefan Hiti: Das ging nur in Absprache mit dem Kunden und Dank des Extra-Arbeitszeitkontos. Sonst wäre das nicht drin gewesen. Wir waren im Frühjahr 2016 für mehrere verlängerte Wochenenden auf Tour. Das ging oft von Donnerstag bis Sonntag. Für die Vorbereitung brauchte ich auch Zeit. Sie können sich vorstellen, dass man schlecht Montag früh fit im Büro erscheinen kann, wenn man Sonntag Nacht noch auf der Bühne stand. Aber das hat eben alles super funktioniert. Es war wirklich schön, diesen Freiraum zu haben. Auch die anderen Leute auf der Tour haben gemerkt, dass ich wegen meines Hauptjobs ganz entspannt sein konnte.

Heike Weber: Der Alltag in Ihrem Hauptberuf ist auch nicht ohne. Sie haben oft anspruchsvolle Rechercheaufgaben bei der internationalen Verwaltung von Musikrechten zu erledigen.

Stefan Hit: Ja, ich habe Zugriff auf eine internationale Datenbank von Musikwerken. Im praktischen Job kommt mir meine Ausbildung zu Gute und auch die Erfahrung, die ich nebenbei als Organisator von Musikveranstaltungen gesammelt habe. Es geht hier darum, dass Veranstalter Gebühren für Musikrecht bezahlen müssen. Da tauchen leider viele Fragen auf, deren Klärung Fachkunde und Präzision erfordert. Meine Arbeit macht gerade für mich schon deshalb sehr viel Sinn, weil meine Musikerkollegen darauf angewiesen sind, dass sie ihr Geld bekommen. Übrigens geht es nicht nur direkt um Musik, sondern auch um Filme, wenn Musik in TV-Spots oder Kinofilmen verwendet wird. Hier sprechen wir wirklich von sekundengenauen Abrechnungen. Für mich ist das eine sehr schöne Arbeit. Klar – auch wir haben mal einen blöden Tag, aber man hat das Gefühl, Teil des großen Ganzen zu sein. Übrigens gerade auch in meiner Rolle als Zeitarbeitnehmer. Meine Kollegen und ich wurden beim Kunden toll aufgenommen und integriert.

Sebastian Lazay: Sie sind nun schon ein Jahr in ihrer aktuellen Aufgabe und berichten von der Integration beim Kunden. Wie ist das eigentlich – fühlen sie sich mehr als Teil des Extra Team Office oder als Teil der Kundenmannschaft?

Stefan Hiti: Beim Kunden erfahre ich eine direktere Bestätigung meiner Arbeit. Schließlich bin ich dort die meiste Zeit. Wenn mich jemand fragt, wo ich arbeite, dann nenne ich deshalb zunächst den Kunden. Wenn ich danach sage, dass ich über Extra dort eingesetzt bin, höre ich oft Vorurteile. Ich muss dann immer erst erklären, dass ich bei Extra gut verdiene, viele berufliche Möglichkeiten habe, dass wir Feste feiern, gute persönliche Kontakte bestehen, kurz, dass ich bei Extra eben auch in einem sympathischen Team eingebunden bin. Dieser „extra way to work“ ist für mich einfach spürbar. Das klingt jetzt vielleicht hochtrabend, aber im Alltag zeigt sich das einfach an unbürokratischen Abstimmungen, an der kleinen Aufmerksamkeit zum Geburtstag, der schnellen telefonischen Zustimmung zu einem Urlaubsantrag oder beim sommerlichen Grillfest mit Kollegen. Deshalb fühle ich mich bei Extra genauso zu Hause, wie beim Kunden und berichte ja auch gerne darüber. So wie jetzt gerade.

Heike Weber: Meinen sie, sie könnten ganz kurz zusammenfassen, was Ihnen in ihrem heutigen Job bei uns am wichtigsten ist?

Stefan Hiti: Ich möchte professionelles Musikschaffen mit einem geregelten Einkommen und einem soliden Arbeitsverhältnis kombinieren können. Bei Extra habe ich diese Möglichkeit gefunden. Hier habe ich den Spielraum, um meinen Traum zu leben.

Sebastian Lazay: Vielen Dank für das Gespräch Herr Hiti und viel Erfolg mit Viper Sniper. Ihre Facebook-Seite haben wir auf jeden Fall schon geliked!

Bild: Stefan Hiti

Advertisements
Hier habe ich den Spielraum, um meinen Traum zu leben

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s